Presseinformation

11.04.2017

Zusätzliche Mittel für Forschung und Entwicklung im Holzbau werden bereitgestellt

Frühjahrstagung von Holzbau Deutschland fand im März 2017 in Berlin statt

Ein zusätzliches Budget für die Innovationsförderung im Holzbau stellen die Landesverbände von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ab sofort zur Verfügung. Dieser Beschluss wurde auf der Frühjahrstagung der Berufsorganisation des Zimmererhandwerks Ende März 2017 in Berlin gefasst. Die Mittel sollen gezielt für zusätzliche Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung zur Weiterentwicklung des Holzbaus eingesetzt werden. Die Festlegung der einzelnen Projekte erfolgt durch den Holzbau Deutschland Vorstand. Der Schwerpunkt wird bei den für den Holzbau derzeit wichtigsten Bereichen liegen, dazu gehören der Brandschutz, der Schallschutz und die europäische Bemessungsnorm Eurocode 5. „Mit dem zusätzlichen Budget investieren wir in die Zukunft unseres Handwerks. Für mich hat der Holzbau ein enorm großes Potenzial, das wir uns damit noch besser erschließen werden“, so kommentierte der Vorsitzende von Holzbau Deutschland, Peter Aicher, diesen Beschluss.

Die Arbeitssicherheit bleibt in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema für den Holzbau. „Wir müssen weiterhin alles tun, um vor allem die schweren und schwersten Unfälle deutlich und nachhaltig zu reduzieren“, so Aicher auf der Fachversammlung. Die Präventionskampagne „Absichern statt Abstürzen“ wird weiterlaufen und durch einen Partnercheck ergänzt. Vorbild für den Partnercheck ist die Aktion des Deutschen Alpenvereins. Mitarbeiter sollen verstärkt füreinander Verantwortung übernehmen. Die anwesenden Holzbauunternehmer und Verbandsvertreter bedankten sich bei den Teilnehmern des Runden Tisches „Sichere Bauprozesse im Zimmererhandwerk“ für das intensive Engagement. „Die Erarbeitung und Erprobung der fünf Sofortmaßnahmen für sicherere Baustellen zeigen, dass wir hier auf einem guten Wege sind“, so Aicher. „Aber wir dürfen auch nicht nachlassen. Wie unser Kollege Erwin Taglieber es sehr passend formuliert hat, ist es eine Branchenaufgabe, das Unfallgeschehen zu reduzieren. Hier sind wir weiterhin alle gefordert!“.

Außerdem bekräftigten die Sitzungsteilnehmer die Kritik von Holzbau Deutschland an den sogenannten „Brandschutzschalter“, wie ihn die Deutsche Kommission Elektrotechnik (DKE) in der jüngst neu veröffentlichten VDE-Norm vorgesehen hat!“ „Solange keine Nachweise erbracht werden, die den Einbau des sogenannten Brandschutzschalters rechtfertigen, ist diese VDE-Norm für uns keine anerkannte Regel der Technik und wir werden gegen den verpflichtenden Einbau des Schalters kämpfen“, so Peter Aicher auf der Fachversammlung. Holzbau Deutschland hat dazu am 10. April 2017 eine gesonderte Presseinformation veröffentlicht.

Sehr positiv wurde das Seminar „Aufbau eines erfolgreichen Holzbauunternehmens!“ bewertet, das die Holzbau-Junioren von Holzbau Deutschland im Februar 2017 bei der Roto Dach- und Solartechnologie GmbH in Bad Mergentheim durchgeführt hatten. Weitere Seminare sollen folgen, um gezielt jüngere Holzbauunternehmer anzusprechen und den Erfahrungsaustausch unter ihnen zu fördern. Auf der Fachversammlung wurde zudem über die gerade zuvor veranstalteten Deutschen Sachverständigentage für Holzbau und Ausbau 2017 berichtet. Mit dieser Veranstaltung wendet sich Holzbau Deutschland gezielt an die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen des Zimmererhandwerks der Handwerkskammer (HWK) und Sachverständigen für den Holzbau der Industrie- und Handelskammer (IHK). Auf der Fachversammlung wurde noch einmal betont, dass sich diese Veranstaltung auch an die Anwärter zur Sachverständigenprüfung richtet. Die nächste Veranstaltung findet im Frühjahr 2018 statt.



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