Nachrichten aus dem Bereich Technik

28.09.2023

Leitfaden zum Seriellen Sanieren veröffentlicht

Als Download erhältlich beim INFORMATIONSDIENST HOLZ

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat die Bundesregierung Anfang des Jahres einen Förderbonus ‚Serielles Sanieren‘ eingeführt, um vor allem Typenhäuser effizient und mit digitaler Unterstützung energetisch zu überholen. Holzbauelemente aus vorgefertigten Holzbauteilen sind für diese Art der Sanierung besonders gut geeignet. Hilfestellungen zur Umsetzung finden Planer und Ausführende im neuen ‚Leitfaden Serielles Sanieren‘ des INFORMATIONSDIENST HOLZ, an dessen Veröffentlichung auch das Holzbau Deutschland Institut beteiligt war.

Der Leitfaden Serielles Sanieren steht auf der Homepage des INFORMATIONSDIENST HOLZ  zum Download zur Verfügung. Sie bietet Wohnungsunternehmen, privaten und öffentlichen Immobilieneigentümern sowie Planern und Ausführenden eine grundlegende bautechnische Einführung in das serielle Sanieren. Eine Ergänzung des Leitfadens im Rahmen der Reihe INFORMATIONSDIENST HOLZ holzbau handbuch ist bereits in Planung.

Ein großer Teil des Gebäudebestandes in Deutschland ist veraltet und entspricht nicht mehr den heutigen Standards hinsichtlich Barrierefreiheit, Komfort und Energieeffizienz. Dieser Anteil von rund 22 Millionen Gebäuden ist zudem für ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, muss der gesamte Gebäudebestand in Deutschland bis spätestens 2050 klimaneutral saniert werden. Dies stellt nicht nur die Bauwirtschaft, sondern auch viele Wohnungsunternehmen vor große Herausforderungen.

Im Rahmen des Energieeffizienzgesetz (EnEfG) wurde als Anreiz der neue Bonus Serielles Sanieren eingeführt. Damit ist die energetische Sanierung von Gebäuden mit vorgefertigten Fassaden- und Dachelementen gemeint. Dies ist natürlich eine große Chance für den Holzbau, denn die Modernisierung und Erweiterung bestehender Gebäude mit vorgefertigten Holztafelbauelementen ist eine bewährte Methode, um diese auf einen mit dem Neubau vergleichbaren Standard zu bringen.



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01.02.2024

Eindeutigkeit und Klarheit bei vertragsrelevanten Begriffen

Holzbau Deutschland veröffentlicht Informationsschrift zu Werkstattzeichnungen und Ausführungsunterlagen

Endlich Klarheit! Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister hat eine Informationsschrift, die Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit der Werkstattplanung und der Ausführungsplanung klärt, veröffentlicht. Zudem zeigt diese auf, welche Leistungen zu übergeben sind und ob deren Erbringung einen Vergütungsanspruch auslösen kann.

Oft werden im Holzbau die ausführenden Betriebe vom Auftraggeber zur Aushändigung der Werkstattzeichnungen, Montagepläne oder gar der Ausführungsplanung aufgefordert. Nicht selten kommt es dabei vor, dass diese Leistung als sowieso zu erbringende Leistung angesehen wird, die nicht gesondert vergütet werden muss. Viele der sehr gleichlautenden Begriffe werden dabei in der täglichen Praxis von Vertragspartnern aber gerne auch in Fachveröffentlichungen verwechselt oder fälschlicherweise synonym verwendet. Dies kann aber erhebliche Auswirkungen in der Erwartung der Zuständigkeit, der Vergütung und der Planungshaftung nach sich ziehen.

Der Holzbau Deutschland - Ausschuss Technik und Umwelt hat sich daher dieser Aufgabenstellung angenommen und die tatsächliche Bedeutung der Begrifflichkeiten aus Fachliteratur, Normen und Gesetzen für den Holzbau zusammengestellt. Auf Grundlage einer Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis wird dargestellt, welche Leistungen dabei üblicherweise zu übergeben sind und ob deren Erbringung einen Vergütungsanspruch auslösen könnte.

Die Informationsschrift ist ab sofort in der Holzbau Deutschland Infoline sowie öffentlich unter www.holzbau-deutschland.de -> Fachinformationen für Planer  abrufbar.



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08.04.2024

Begriffe und Klassifizierungen für den Holzbau

Holzbau Deutschland Merkblatt überarbeitet und veröffentlicht

Das Holzbau Deutschland Institut hat das Merkblatt „Begriffe und Klassifizierungen für den Holzbau“ umfassend überarbeitet, auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und mit Ausgabedatum März 2024 veröffentlicht.

Ziel des Merkblattes ist es, wichtige Informationen zu Themenkomplexen wie Holzschutz, Korrosionsschutz, Brandschutz, Wärme-/Feuchteschutz sowie Bauprodukten aus Holz- und Holzwerkstoffen ohne umfängliche Erläuterungen darzustellen.

Gegenüber der Fassung vom Juli 2020 erfolgten Aktualisierungen der Normenbezüge, redaktionellen Änderungen, inhaltlichen Ergänzungen und Umstrukturierungen. Insbesondere im Abschnitt Brandschutz wurden Anpassungen an die MVV TB 2023/1 und M-Holzbau-RL 2020 vorgenommen. Ein weiterer Abschnitt zu Korrosionsschutz von Verbindungsmitteln sowie zu faserverstärkten Gipsplatten wurde in das Merkblatt aufgenommen.

Betriebe, die der Verbandsorganisation von Holzbau Deutschland angehören, können das Merkblatt „Begriffe und Klassifizierungen für den Holzbau“ ab sofort kostenfrei aus der Holzbau Deutschland Infoline herunterladen.



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08.02.2024

Deutsche Sachverständige für Holzbau und Ausbau tagen in Bad Aibling

Von Freitag, 19. April bis Samstag, 20. April 2024

In diesem Jahr finden die Deutschen Sachverständigentage für Holzbau und Ausbau erneut im oberbayerischen Bad Aibling statt. Von Freitag, 19. April bis Samstag, 20. April 2024 können sich öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für das Zimmererhandwerk (HWK) und den Holzschutz/Holzbau (IHK) sowie deren Anwärter über aktuelle Holzbau-Themen informieren und weiterbilden. Anmeldeschluss ist der 5. April 2024.

© GHAD, Oliver Justus

Die Vorträge befassen sich mit der Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Bauteile und Außenwandbekleidungen in Holzbauweise (MHolzBauRL), mit Auswirkungen von Feuchte auf Dämmstoffe, mit Schallschutz von Holzdecken im Bestand, mit der Charakteristik und Bewertung von modifizierten Hölzern, mit der Therapie alter Bestandsgebäude, der energetische Modernisierung von Baudenkmälern. der Fachwerkinstandsetzung nach WTA sowie mit anerkannten Regeln der Technik und technischen Regelwerke. Zudem erhalten die Teilnehmer einen Überblick über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Holzbau Deutschland Instituts.

Programm und Anmeldung
Weitere Informationen zu den Deutschen Sachverständigentagen 2024 sowie das Programm und die Anmeldeunterlagen sind hier bei der Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau hinterlegt.

Für die Teilnahme werden 540,00 Euro pro Person zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer berechnet. Die Veranstaltung dient neben dem Erfahrungsaustausch zwischen den Sachverständigen auch als Weiterbildungsveranstaltung.



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02.02.2026

Holzrahmenbau: das moderne Hausbau-System

40-jähriges Standardwerk in 7. Auflage erschienen

Seit vier Jahrzehnten begleitet das Standardwerk zum Holzrahmenbau Planende und Ausführende in Holzbaubetrieben und Architekturbüros. Es bietet detaillierte Ausführungen zu Bauprodukten, praxisgerechte Vorbemessungstabellen sowie zahlreiche Bauteil- und Detailzeichnungen, die den Holzrahmenbau anschaulich und anwendungsorientiert abbilden. Kernstück des Fachbuchs sind die zahlreichen Konstruktions- und Ausführungsdetails, die die auf der Baustelle übliche Praxis widerspiegeln und sich bautechnisch als schadenfrei bewährt haben.

Die 7., vollständig aktualisierte Auflage greift aktuelle Entwicklungen in Normung und Gesetzgebung auf. Dazu gehören die Änderungen im Brandschutz durch die neue Musterholzbau-Richtlinie 2024, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie die Aktualisierung der U-Werte in den Detailzeichnungen. Neu hinzugekommen sind außerdem Hinweise zum Einbau und Anschluss von Wärmepumpen, Erweiterungen zum Thema Photovoltaik inklusive Berechnungsleistungen von PV-Anlagen sowie zusätzliche Konstruktionsdetails wie Übergänge bei Dachanschlüssen und Gebäudetrennwänden mit besonderem Augenmerk auf den Brandschutz. Die Inhalte decken zentrale Themenfelder ab – von Entwurfsgrundlagen über Bauteile und Baustoffe bis zu praxisgerechten Details und Haustechnik.

Ein besonderer Mehrwert ist das digitale Zusatzangebot: Käufer der 7. Auflage erhalten Zugriff auf knapp 200 Einzeldetails im PDF- DXF- und DWG-Format.

Die mittlerweile 7. Auflage des Standardwerks zum Holzrahmenbau wurde vom Architekten, Zimmermeister und vereidigten Sachverständigen, Dipl.-Ing. Gerrit Horn überarbeitet. Gerrit Horn ist Inhaber des Architektur- und Ingenieurbüros bau.werk - Energie bewusst gestalten in Kaiserlautern. Außerdem ist er Mitglied im Ausschuss Technik bei Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister sowie Autor diverser Fachpublikationen und Referent auf Fachtagungen und von Webinaren. Unterstützend hat u.a. auch Johannes Niedermeyer, Geschäftsführer des Holzbau Deutschland Instituts, mitgewirkt und das Kapitel Holzrahmenbau: das moderne Hausbau-System

40-jähriges Standardwerk in 7. Auflage erschienen

Seit vier Jahrzehnten begleitet das Standardwerk zum Holzrahmenbau Planende und Ausführende in Holzbaubetrieben und Architekturbüros. Es bietet detaillierte Ausführungen zu Bauprodukten, praxisgerechte Vorbemessungstabellen sowie zahlreiche Bauteil- und Detailzeichnungen, die den Holzrahmenbau anschaulich und anwendungsorientiert abbilden. Kernstück des Fachbuchs sind die zahlreichen Konstruktions- und Ausführungsdetails, die die auf der Baustelle übliche Praxis widerspiegeln und sich bautechnisch als schadenfrei bewährt haben.

Die 7., vollständig aktualisierte Auflage greift aktuelle Entwicklungen in Normung und Gesetzgebung auf. Dazu gehören die Änderungen im Brandschutz durch die neue Musterholzbau-Richtlinie 2024, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie die Aktualisierung der U-Werte in den Detailzeichnungen. Neu hinzugekommen sind außerdem Hinweise zum Einbau und Anschluss von Wärmepumpen, Erweiterungen zum Thema Photovoltaik inklusive Berechnungsleistungen von PV-Anlagen sowie zusätzliche Konstruktionsdetails wie Übergänge bei Dachanschlüssen und Gebäudetrennwänden mit besonderem Augenmerk auf den Brandschutz. Die Inhalte decken zentrale Themenfelder ab – von Entwurfsgrundlagen über Bauteile und Baustoffe bis zu praxisgerechten Details und Haustechnik. Ein besonderer Mehrwert ist das digitale Zusatzangebot: Käufer der 7. Auflage erhalten Zugriff auf knapp 200 Einzeldetails im PDF- DXF- und DWG-Format.

Die mittlerweile 7. Auflage des Standardwerks zum Holzrahmenbau wurde vom Architekten, Zimmermeister und vereidigten Sachverständigen, Dipl.-Ing. Gerrit Horn überarbeitet. Gerrit Horn ist Inhaber des Architektur- und Ingenieurbüros bau.werk - Energie bewusst gestalten in Kaiserlautern. Außerdem ist er Mitglied im Ausschuss Technik bei Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister sowie Autor diverser Fachpublikationen und Referent auf Fachtagungen und von Webinaren. Unterstützend hat u.a. auch Johannes Niedermeyer, Geschäftsführer des Holzbau Deutschland Instituts mitgewirkt und das Kapitel 1.3.2 "Verwendbarkeitsnachweise für Holzbausysteme im Geschosswohnungsbau" verfasst.

Mit dieser Neuauflage steht Fachleuten im Holzbau ein aktuelles, praxisnahes und zugleich umfassendes Nachschlagewerk zur Verfügung, das Planungssicherheit schafft und die fachgerechte Ausführung unterstützt. Die 7., vollständig aktualisierte Auflage des gebundenen Standardwerks Holzrahmenbau ist bei RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG erschienen. Sie umfasst 528 Seiten mit 273 farbigen Abbildungen und 84 Tabellen und ist für 142,- Euro als Buch oder E-Book und für 229,- Euro als Buch oder E-Book mit Download erhältlich.



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11.03.2026

Verbände einigen sich auf Sicherheitsanforderungen für keilgezinkte Dachlatten

Anhang ergänzt die „Vereinbarung über Dachlatten mit CE-Kennzeichnung aus Nadelholz“ vom 8. Juli 2022

Der Fachbereich Bauwesen im Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat gemeinsam mit Verbänden aus Handwerk, Handel und Industrie - darunter auch Holzbau Deutschland - verbindliche Anforderungen für keilgezinkte Dachlatten festgelegt. Diese wurden im Rahmen der Messe DACH+HOLZ als Anhang zur Dachlattenvereinbarung unterzeichnet und veröffentlicht. Ziel ist es, die Arbeitssicherheit auf Dächern weiter zu verbessern und Durchsturzunfälle wirksam zu vermeiden.

© GHM

Dachlatten, die als Standplatz genutzt werden sollen, müssen durchbruchsicher sein. Die dafür maßgeblichen Anforderungen sind in der „Vereinbarung über Dachlatten mit CE-Kennzeichnung aus Nadelholz“ (Dachlattenvereinbarung) aus dem Jahr 2022 geregelt. Neben den Produkteigenschaften enthält sie Vorgaben zur Sortierung, Beschreibung, Kennzeichnung und Markierung von Dachlatten als Standplatz für Bauarbeiten. Gemeinsames Ziel der unterzeichnenden Organisationen ist es, die Sicherheit von Personen, die auf Dächern arbeiten, zu gewährleisten und Arbeitsunfälle nachhaltig zu verhindern.

Der in Köln unterzeichnete Anhang zur Dachlattenvereinbarung definiert die Produkt- und Produktionsanforderungen für Dachlatten mit Keilzinkenverbindung. Die Regelung gilt für visuell oder maschinell nach der Festigkeit sortierte keilgezinkte Dachlatten für tragende Zwecke. Sie stellt sicher, dass sowohl das verwendete Holz als auch die Keilzinkenverbindung der Dachlatten ausreichend tragfähig sind, um den Sicherheitsanforderungen bei Arbeiten auf Dächern zu entsprechen. Gleichzeitig schafft sie Rechtssicherheit für Hersteller sowie Anwenderinnen und Anwender.

„Mit dem Anhang zur Dachlattenvereinbarung stellen wir klar: Auch keilgezinkte Dachlatten können als sicherer Standplatz bei Dacharbeiten genutzt werden. Wie bisher ist das Lattenholz CEgekennzeichnet und an der Stirnseite rot markiert. Damit schaffen wir Sicherheit auf der Baustelle und Orientierung für Hersteller sowie Anwenderinnen und Anwender“, sagt Marco Einhaus, Leiter des Fachbereichs Bauwesen der DGUV und kommissarischer stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Prävention der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Der neue Anhang ergänzt die „Vereinbarung über Dachlatten mit CE-Kennzeichnung aus Nadelholz“ vom 8. Juli 2022 und tritt am 25. Februar 2026 in Kraft. Er wird vom Fachbereich Bauwesen der DGUV sowie den unterzeichnenden Verbänden Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz), Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH), Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) sowie Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) getragen.

Weitere Informationen sowie die „Vereinbarung über Dachlatten mit CE-Kennzeichnung aus Nadelholz“ sind auf der Website der DGUV abrufbar unter: www.dguv.de/fb-bauwesen/sachgebiete/hochbau/dachlatten/index.jsp



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31.03.2026

Holzbauplanung - Ein Kompendium für die Praxis

Neuerscheinung beim Informationsdienst Holz

Der moderne Holzbau weist spezifische Eigenschaften auf. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad, industrielle Produktionsprozesse sowie eine enge Verzahnung von Planung und Ausführung ergeben sich besondere Anforderungen an Planungsabläufe sowie an die Koordination und Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. Die drei erfahrenen Autoren – Martin Mohrmann (Architekt), Gerd Prause (Holzbauplaner) und Jörg Koppelhuber (Bauingenieur) – verdeutlichen in der bei Informationsdienst Holz neu erschienenen Schrift Holzbauplanung - Ein Kompendium für die Praxis, dass Projekte nur dann wirtschaftlich und qualitätsgesichert zu realisieren sind, wenn sie von Beginn an holzbaugerecht, integrativ und digital geplant werden.

Das Kompendium zur Holzbauplanung steht beim Informationsdienst Holz zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Mit Blick auf Architekt:innen, Ingenieur:innen und Fachplanende stellt das Kompendium damit unter den Veröffentlichungen zum Holzbau ein echtes Novum dar: Es beschreibt im Detail deren Rollen und Kompetenzen. Es bietet für die Planung von Holzbauprojekten fachliche Orientierung und ist zugleich ein Nachschlagewerk. Planungsprozesse lassen sich mit seiner Hilfe transparent, effizient und qualitätsorientiert gestalten.Im Zentrum stehen nicht einzelne Bauteile oder Normen, sondern der Planungsprozess selbst.
Behandelt werden auf 156 Seiten grundlegende Planungsprinzipien, Produktionswissen, der Einsatz von Building Information Modeling (BIM), die Bedeutung von Bauteilkatalogen, die Koordination von Nahtstellen zwischen Gewerken sowie Fragen der Ausschreibung, Vergabe und Objektüberwachung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühzeitigen und vollständigen Bedarfsplanung, der konsequenten 3D-Planung sowie der Einbindung von Holzbaukompetenz in allen Projektphasen. Leitgedanken, Grundregeln und Erfolgsfaktoren unterstützen die strukturierte Umsetzung in der Praxis.

Das Kompendium ist in elf Kapitel gegliedert, die von grundlegenden Leitgedanken bis hin zu vertiefenden Detailfragen reichen. Der Aufbau der Schrift ist bewusst so gestaltet, dass sie nicht in einem Zug von vorne bis hinten durchgelesen werden muss, sondern als Arbeitsmittel genutzt werden kann: Kapitel 1 führt in die Denkweise des holzbaugerechten Planens ein. Kapitel 2 bündelt die wesentlichen Grundsätze und Merkmale in Form von 12 Grundregeln. Damit ein Holzbauprojekt erfolgreich realisiert werden kann, sind in Kapitel 10 insgesamt 20 sehr wesentliche Punkte für einen holzbaugerechten Planungsprozess zusammengestellt. Die übrigen Kapitel liefern den technischen und organisatorischen Hintergrund zu spezifischen Aspekten der Planung.

Damit bietet diese Veröffentlichung eine detaillierte und umfassende Darstellung relevanter Planungsprozesse, die aus der Perspektive der Autoren für die technische und ökonomische Entwicklung von Hochbauprojekten in moderner Holzbauweise erforderlich sind.

Darüber hinaus wurde ein Blick ins benachbarte deutschsprachige Ausland geworfen. Im Holzbau findet ein reger Austausch zwischen Österreich und Deutschland statt. Oftmals sind Holzbauunternehmen wie auch Holzbauplanende in beiden Ländern tätig. Die gesetzlichen Grundlagen sind zudem wegen der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Europäischen Union sehr ähnlich. Dennoch gibt es in Österreich einige Aspekte bei der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen, die einer näheren Betrachtung würdig sind und als Vorbild für deutsche Bauvorhaben dienen können. Daher finden sich in der Veröffentlichung vereinzelt Hinweise auf österreichische Besonderheiten



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14.04.2026

Qualitätssicherung im Holzbau

Holzbau Deutschland und Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz haben aktualisierte Vereinbarung über KVH® unterzeichnet

Zur Qualitätssicherung im Holzbau hat Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vor 32 Jahren gemeinsam mit der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz eine Verbändevereinbarung zum Konstruktionsvollholz geschlossen. Diese wurde in den Jahren 1997, 2003, 2015 an die fortlaufende technische Entwicklung angepasst.

© Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V., Wuppertal

Dabei wurden insbesondere die gegenwärtigen Regelungen aus dem Bereich der europäischen Normung berücksichtigt. Im März 2026 wurde die Vereinbarung erneut überarbeitet und unterzeichnet. Sie tritt am 1. Mai 2026 in Kraft und ist auf den Webseiten von Holzbau Deutschland (www.holzbau-deutschlan.de) sowie der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz (www.kvh.eu) abrufbar.

Die bauaufsichtlichen Anforderungen an keilgezinktes Konstruktionsvollholz KVH® sind in der europäischen Produktnorm DIN EN 15497 in Verbindung mit der Anwendungsnorm DIN 20000-7 enthalten. Für nicht keilgezinktes Konstruktionsvollholz KVH® ist DIN EN 14081-1 in Verbindung mit der Anwendungsnorm DIN 20000-5 maßgebend.

Zusätzlich werden von KVH® gemäß dieser Vereinbarung folgende Anforderungen erfüllt:

  • Technische Trocknung auf einen Feuchtegehalt ≤ 18%
  • erhöhte Anforderungen an Maßhaltigkeit und Dimensionsstabilität,
  • Anforderungen an das optische Erscheinungsbild und die Oberflächenbeschaffenheit,
  • Berücksichtigung von Vorzugsquerschnitten und Vorzugslängen.

Nur Konstruktionsvollholz von Mitgliedern der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e. V. darf KVH® genannt werden. KVH® ist einer Fremdüberwachung der zusätzlichen Eigenschaften unterworfen.

KVH® ist vornehmlich für die Anwendung in Bereichen, in denen keine Anforderungen an optische Qualität des verwendeten Holzes gestellt werden, geeignet.

In dieser aktualisierten Vereinbarung wird auf die Klasse KVH-Si sowie auf die Bezeichnung KVH-NSi verzichtet. Weiterhin wurde die Schrift auf die Bezüge zu europäischen Produkt- und nationalen Anwendungsnormen überarbeitet. Die Vorgaben zur technischen Trocknungsdauer und Temperatur nach DIN 68800-1 wurden ergänzt und die Differenzierung der Merkmale wurde hinsichtlich der Abhängigkeit von Sortiernormen neu sortiert.



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07.04.2026

Offene senkrechte Außssenwandbekleidung aus Holz

Hinweise zur Planung und Ausführung

Die Fassade eines Gebäudes erfüllt sowohl bauphysikalische als auch gestalterische Funktionen. Insbeson-dere schützt sie die tragenden Außenwände vor direkten Witterungseinflüssen wie Wind, Niederschlag und UV-Strahlung. Außenwandbekleidungen aus Holz bieten vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten.

Maßgeblicher Leitfaden für die fachgerechte Planung und Ausführung ist die Fachregel 01 „Außenwandbekleidungen aus Holz“. Nicht in den Anwendungsbereich der Fachregel fallen derzeit die zunehmend nachgefragten und ausgeführten offenen senkrechten Bekleidungen. Diese Ausführungsvariante bietet im Vergleich zu den dort beschriebenen Ausführungen weniger Schutz für dahinterliegende Bauteilschichten. Sie erfordert daher eine besonders sorgfältige Planung.

In der Praxis haben sich Konstruktionskriterien aufgezeigt, die dazu beitragen, Feuchteschäden an Außen-wandbekleidungen zu vermeiden. Die vorliegende Fachinformation greift diese Erkenntnisse auf und stellt sie Planern und Ausführenden als Orientierungshilfe zur Verfügung. Sie steht hier zum Download zur Verfügung.



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22.06.2026

Aufzugschächte in Holzbauweise

Neuerscheinung beim Informationsdienst Holz

Mit der zunehmenden Verbreitung mehrgeschossiger Holzgebäude wächst auch der Anspruch, vertikale Erschließungskerne konsequent in Holz auszuführen. Aufzugsschächte übernehmen im Gebäude eine zentrale Funktion für Erschließung, Barrierefreiheit und Sicherheit. Werden sie in Holzbauweise ausgeführt, sind insbesondere die Anforderungen an den Brandschutz und den Schallschutz frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Die neue Publikation „Aufzugschächte in Holzbauweise“ aus der Reihe holzbau handbuch, herausgegeben vom Holzbau Detuschland Institut, beleuchtet die besonderen Anforderungen an Planung und Ausführung von Aufzugsschächten im Holzbau.

Beginnend werden ermüdungsrelevante Fragestellungen bei der Tragwerksplanung behandelt, insbesondere im Zusammenhang mit der Befestigung der Führungsschienen. Ein Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt auf den aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen an Aufzugsschächte in Holzgebäuden.

Behandelt werden die bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen, die Vorgaben der Holzbaurichtlinie sowie typische Anwendungsfälle und Risikobetrachtungen. Anhand von Ausführungsbeispielen werden Möglichkeiten aufgezeigt, Aufzugsschächte auch in höheren Gebäudeklassen regelkonform und sicher in Holzbauweise umzusetzen.

Ebenso widmet sich die Publikation den schallschutztechnischen Anforderungen. Erläutert werden geeignete Konstruktionsprinzipien, die Anbindung der Schächte an den Baukörper sowie die Auswirkungen der Aufzugstechnik auf die akustische Qualität. Messergebnisse aus ausgeführten Projekten liefern wertvolle Hinweise für die Planung und Ausführung. 

Die Publikation richtet sich an Planende, Studierende, Sachverständige und Ausführende. 



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Definition der technischen Schriften

Welche Aufgabe die jeweiligen technischen Schriften, wie Merkblätter, Fachregeln und Co. wahrnehmen und wo Sie diese beziehen können, finden Sie in diesem Dokument.

Definition der technischen Schriften