Presseinformation

28.06.2021

Ressourcen langfristig und nachhaltig sichern

Holzbau Deutschland begrüßt die Maßnahmenvorschläge des Wirtschaftsministeriums zur Verbesserung der Versorgung mit Holzprodukten und anderen Baustoffen

„Der Verzicht auf Sanktionen und Vertragsstrafen bei öffentlichen Aufträgen und die Erleichterungen der Kurzarbeitergeldverordnung sind wichtige Maßnahmen für unsere Unternehmen, die es angesichts der angespannten Marktsituation schwer haben, Aufträge zu planen und zu kalkulieren“. Mit diesen Worten kommentierte der Vorsitzende von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes das Maßnahmenpapier des Bundeswirtschaftsministeriums zur Verbesserung der Versorgung mit Holzprodukten und anderen Baustoffen und Vorprodukten.

Peter Aicher © Holzbau Deutschland

Angesichts der angespannten Lage bei der Rohstoffverfügbarkeit und den damit verbundenen Herausforderungen der Bauwirtschaft will das Bundeswirtschaftsministerium die wirtschaftlichen Folgen für Bauunternehmen abfedern. Mitte Mai hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Verbände der Bauwirtschaft sowie der Holz- und Sägeindustrie zu einem Runden Tisch eingeladen. Vergangene Woche informierte das Bundeswirtschaftsministerium die Teilnehmer über die vorgesehenen Maßnahmen. „Ich begrüße es sehr, dass viele unserer Lösungsvorschläge aufgenommen wurden. Insbesondere durch die Aufhebung der Einschlagbeschränkung wird es zu einer allmählichen Entspannung auf dem Markt kommen,“ so Peter Aicher.

Mit Blick auf die im Maßnahmenpapier geforderte verstärkte Nutzung von sogenanntem Kalamitätsholz sagte Peter Aicher: „Wir fordern schon seit langem, den regionalen Holzvorrat bestmöglich zu nutzen. Dazu gehört, dass auch Holz, das durch klimatische Einflüsse oder den Borkenkäfer betroffen ist, zum Einsatz kommt.“ Da der Borkenkäfer seine Gänge im Bast, also dem Bereich zwischen Rinde und Stamm anlege, jedoch nicht im tragenden Holzkörper selbst, besitze es konstruktiv die gleiche Qualität wie herkömmliches Schnittholz. Zudem müsse jedes Stück Schnittholz – unabhängig von seiner Herkunft – die Kriterien der DIN-Norm 4074 erfüllen. „Aus unserer Sicht ist daher eine Anpassung der Normen und Standards für den bautechnischen Einsatz derzeit nicht erforderlich. Kalamitätsholz kann ohne Einschränkungen vorrangig im nicht sichtbaren Bereich verbaut werden.“

Peter Aicher hatte in der Runde mit Peter Altmaier appelliert bei der langfristigen Absicherung der Ressourcenverfügbarkeit die Nachhaltigkeitsziele nicht aus den Augen zu verlieren. Aicher: „Entscheidend für die Ökobilanz sind kurze Lieferwege. Um lange Transportwege zu vermeiden, müssen wir die regionale Wertschöpfung stärker fördern. Wenn wir Lieferwege und Herstellungsprozesse von Materialien konsequent hinsichtlich ihrer CO2-Bilanz in die öffentlich-rechtliche Bewertung einbeziehen würden, wäre dies zudem ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“ Daher sei es sinnvoll, wenn beispielsweise Holz, das vorwiegend lokal und regional eingesetzt wird, mit einem CO2-Bonus zu bewerten.



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