Rolando Laube
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E-Mail: laube(at)fg-holzbau.de
Sibylle Zeuch
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E-Mail: zeuch(at)fg-holzbau.de
31.03.2026
Neuerscheinung beim Informationsdienst Holz
Der moderne Holzbau weist spezifische Eigenschaften auf. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad, industrielle Produktionsprozesse sowie eine enge Verzahnung von Planung und Ausführung ergeben sich besondere Anforderungen an Planungsabläufe sowie an die Koordination und Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. Die drei erfahrenen Autoren – Martin Mohrmann (Architekt), Gerd Prause (Holzbauplaner) und Jörg Koppelhuber (Bauingenieur) – verdeutlichen in der bei Informationsdienst Holz neu erschienenen Schrift Holzbauplanung - Ein Kompendium für die Praxis, dass Projekte nur dann wirtschaftlich und qualitätsgesichert zu realisieren sind, wenn sie von Beginn an holzbaugerecht, integrativ und digital geplant werden.
Mit Blick auf Architekt:innen, Ingenieur:innen und Fachplanende stellt das Kompendium damit unter den Veröffentlichungen zum Holzbau ein echtes Novum dar: Es beschreibt im Detail deren Rollen und Kompetenzen. Es bietet für die Planung von Holzbauprojekten fachliche Orientierung und ist zugleich ein Nachschlagewerk. Planungsprozesse lassen sich mit seiner Hilfe transparent, effizient und qualitätsorientiert gestalten.Im Zentrum stehen nicht einzelne Bauteile oder Normen, sondern der Planungsprozess selbst.
Behandelt werden auf 156 Seiten grundlegende Planungsprinzipien, Produktionswissen, der Einsatz von Building Information Modeling (BIM), die Bedeutung von Bauteilkatalogen, die Koordination von Nahtstellen zwischen Gewerken sowie Fragen der Ausschreibung, Vergabe und Objektüberwachung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühzeitigen und vollständigen Bedarfsplanung, der konsequenten 3D-Planung sowie der Einbindung von Holzbaukompetenz in allen Projektphasen. Leitgedanken, Grundregeln und Erfolgsfaktoren unterstützen die strukturierte Umsetzung in der Praxis.
Das Kompendium ist in elf Kapitel gegliedert, die von grundlegenden Leitgedanken bis hin zu vertiefenden Detailfragen reichen. Der Aufbau der Schrift ist bewusst so gestaltet, dass sie nicht in einem Zug von vorne bis hinten durchgelesen werden muss, sondern als Arbeitsmittel genutzt werden kann: Kapitel 1 führt in die Denkweise des holzbaugerechten Planens ein. Kapitel 2 bündelt die wesentlichen Grundsätze und Merkmale in Form von 12 Grundregeln. Damit ein Holzbauprojekt erfolgreich realisiert werden kann, sind in Kapitel 10 insgesamt 20 sehr wesentliche Punkte für einen holzbaugerechten Planungsprozess zusammengestellt. Die übrigen Kapitel liefern den technischen und organisatorischen Hintergrund zu spezifischen Aspekten der Planung.
Damit bietet diese Veröffentlichung eine detaillierte und umfassende Darstellung relevanter Planungsprozesse, die aus der Perspektive der Autoren für die technische und ökonomische Entwicklung von Hochbauprojekten in moderner Holzbauweise erforderlich sind.
Darüber hinaus wurde ein Blick ins benachbarte deutschsprachige Ausland geworfen. Im Holzbau findet ein reger Austausch zwischen Österreich und Deutschland statt. Oftmals sind Holzbauunternehmen wie auch Holzbauplanende in beiden Ländern tätig. Die gesetzlichen Grundlagen sind zudem wegen der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Europäischen Union sehr ähnlich. Dennoch gibt es in Österreich einige Aspekte bei der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen, die einer näheren Betrachtung würdig sind und als Vorbild für deutsche Bauvorhaben dienen können. Daher finden sich in der Veröffentlichung vereinzelt Hinweise auf österreichische Besonderheiten