Presseinformation

28.02.2020

Geballte Holzbau-Infos für Kommunen

Vergaberecht: Wer Holz will, bekommt Holz

Ohne die vielfältigen Vorzüge des Holzbaus gäbe es inzwischen nicht so viele Architekten, die vornehmlich in Holzbauweise planen. Und auch nicht so viele Kommunen und Landkreise, die in den letzten Jahren ihre Kitas, Schulen, Sportstätten und Verwaltungsbauten in Holzbauweise errichten ließen. Doch nach wie vor sind auch Unsicherheiten und Bedenken verbreitet: Was ist bei einem kommunalen Bauvorhaben in Holzbauweise zu beachten, damit alles vergaberechtskonform läuft?

Wie lässt sich bei einer Neubausiedlung die Holzbauweise definieren und durchsetzen? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen gibt der Sonderdruck der Bayerischen GemeindeZeitung „Holzbau for Future“.

„Das Vergaberecht hat mehr Stolperstellen als Paragraphen.“

Das Kapitel „Wer Holz will, bekommt Holz“ geht ganz gezielt auf das Vergaberecht und auf die Belange von Kommunen ein. Damit können Holzbauprojekte künftig einfach und sicher auf den Weg gebracht werden. Die Angst vor Rügen, Nachprüfungsverfahren und Zuschussausfällen ist bei öffentlichen Bauprojekten groß – und nahm vielen Kommunen oft die Lust aufs Bauen mit Holz. Denn wie Regensburgs Ex-Oberbürgermeister Hans Schaidinger einmal sagte: „Das Vergaberecht hat mehr Stolperstellen als Paragraphen.“ Deshalb schuf er in seiner Stadtverwaltung ein Vergabeamt. Das befasst sich seither auch intensiv mit der Holzbauweise. Und kam zum Ergebnis: Das Vergaberecht ist kein Grund, nicht mit Holz zu bauen. Was bei Holzbauprojekten zu beachten ist - damit vergaberechtlich nichts schiefläuft - das erläutert ausführlich und kompetent Reinhold Grünbeck, der Leiter des Regensburger Vergabeamts.

Neubaugebiete: Wie sich Holz vorgeben lässt

Bei der Ausweisung und Planung neuer Wohngebiete können Kommunen die Holzbauweise den privaten Bauherren verbindlich vorschreiben. Möglich ist das allerdings nicht über den Bebauungsplan und auch nicht über einen städtebaulichen Vertrag, sondern über eine sogenannte „konzeptionelle Grundstücksvergabe“. Wie das genau geht, erläutert im einem Interview Wolf Opitsch, der im Münchner Planungsreferat für die Konzeption der ökologischen Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park zuständig war. Dort realisieren derzeit acht Baugesellschaften, Baugenossenschaften und Baugemeinschaften insgesamt 570 Wohnungen in Holzbauweise.

Holzfassaden ermöglichen leichte Nachverdichtung

Nicht im Widerspruch zum umweltpolitischen Ziel, den noch hohen Bodenflächenverbrauch deutlich zu senken, muss die Schaffung neuen Wohnraums stehen. Denn der lässt sich auch durch Baulückenschließung, Dachausbau und Aufstockung errichten. Aufgrund ihrer Leichtigkeit ermöglicht es die Holzbauweise so gut wie immer, auf Bestandsgebäuden ein zusätzliches Geschoss zu errichten, oft auch mehrere.

Durch einen hohen Vorfertigungsgrad wird das Bauen einfacher, schneller, emissionsärmer – und dadurch für die Umgebung stressfreier. Holzfassaden haben zudem eine sympathische Anmutung, sodass die Akzeptanz bei den Nachbarn steigt und Wutbürger-Proteste ausbleiben.

Weitere Themen der Publikation:
•    dataholz.eu
•    FAQs zum Klimaschutz durch Holzbau sowie
•    eine Auswahl von 59 kommunaler Holzbauprojekte aus Bayern der Jahre 2016 - 2019.



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