Presseinformation

30.01.2019

Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude und Aufstockungen

Neue Veröffentlichung des INFORMATIONSDIENST HOLZ. Herausgeber: Holzbau Deutschland Institut e.V.

Die im Jahre 2004 veröffentlichte Richtlinie für brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise (M-HFHHolzR) hat in Kombination mit der Musterbauordnung 2002 (MBO) der modernen Holzbauweise den Massenmarkt des mehrgeschossigen Bauens geöffnet. Die M-HFHHolzR stellt eine Erfolgsgeschichte für den modernen Holzbau dar. Die Anzahl der in Anlehnung an diese Konstruktionsrichtlinie errichteten mehrgeschossigen Holzgebäude ist erfreulicherweise jedes Jahr gestiegen und weiterhin steigend.

Bedenken der Bauaufsichten und der Feuerwehren gegenüber der Holzbauweise ließen sich mit Hilfe von theoretischen und experimentellen  Grundlagenuntersuchungen weitgehend ausräumen. Die Übernahme der materiellen Anforderungen der MBO in Verbindung mit der M-HFHHolzR in die Baugesetzgebung der Bundesländer erfolgte bereits 2005 in Hessen. 15 Jahre nach Veröffentlichung der MBO 2002 haben alle Bundesländer die Regelungen in das jeweilige Landesrecht übertragen.  

Auch in der Gebäudeklasse 5 (Gebäude bis zur Hochhausgrenze) und bei Sonderbauten wurden mehrgeschossige Gebäude in Holzbauweise in vielen Bundesländern bereits genehmigt und errichtet. Die Hauptschwierigkeit bestand (und besteht in vielen Bundesländern weiterhin) darin, dass die meisten Landesbauordnungen in der GK 5 und die Sonderbauverordnungen eine feuerbeständige Bauweise voraussetzen, die ein Bauteil in Holzbauweise per Definition nicht erfüllen kann. Im Rahmen eines ganzheitlichen Brandschutzkonzepts ist daher in der Regel im Einzelfall nachzuweisen, dass die allgemeinen bauaufsichtlichen Schutzziele mit Hilfe geeigneter Kompensationsmaßnahmen erfüllt werden.

Die nun vorliegende Publikation dient als Orientierungshilfe für Architekten, Fachplaner „Brandschutz“, Bauaufsichtsbehörden und Feuerwehren. Sie zeigt, welche Möglichkeiten zum verdichteten und mehrgeschossigen Bauen mit Holz bestehen und welche Lösungen für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen bzw. für die Kompensation bei Abweichungen vom Baurecht existieren. Dazu werden Referenzobjekte mehrgeschossiger Gebäude und Aufstockungen in Holzbauweise vorgestellt, die beispielhaft zeigen, welche Konzepte und Lösungen im Einzelfall entwickelt und umgesetzt wurden.

Die vom Holzbau Deutschland Institut e.V. herausgegebene Broschüre wurde von den Brandschutzexperten Prof. Dr. Dirk Kruse und Dr. Michael Dehne erarbeitet, zwei Autoren, die Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse in verständlicher Form auf 70 Seiten aufbereitet haben. Die Schrift „Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude und Aufstockungen“ erscheint im holzbau handbuch des INFORMATIONSDIENST HOLZ (Reihe 3, Teil 5, Folge 1). Sie kann kostenfrei heruntergeladen werden unter www.informationsdienst-holz.de. Mitglieder des Informationsvereins Holz e.V. erhalten diese kostenfrei zugesendet.

Projektpartner waren: Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister
im ZDB und seine Landesverbände, Berlin; Holzbau Deutschland Leistungspartner, Berlin; Förderpartner Deutscher Holzbau, Berlin; Deutscher Holzfertigbau-Verband e.V., Ostfildern; Gütegemeinschaft Holzbau-Ausbau-Dachbau e.V., Berlin; proHolz BW GmbH, Ostfildern; Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Münster



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