Qualifikationen nach Plan

Als unabhängige, berufsständische Vertretung des Zimmererhandwerks in Deutschland steht Holzbau Deutschland einerseits in der Verantwortung gegenüber den Unternehmen und den Absolventen von Bildungsstätten und Meisterschulen. Andererseits sieht sich der Verband den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden verpflichtet, die nur durch exzellent qualifizierte Fachkräfte erfüllt werden können. Dieser Grundsatz hat zur Ausarbeitung der Offensive Aufstiegsqualifizierung und der damit verbundenen verbandseigenen Aufstiegsfortbildung geführt.

Die Offensive Aufstiegsqualifizierung umfasst folgende Maßnahmen:

  1. Von Holzbau Deutschland anerkannte Qualifikationen für Vorarbeiter, Werkpoliere, Geprüfte Werkpoliere, Holzbauplaner und Zimmermeister,
  2. Anerkennung von Bildungseinrichtungen im Zimmererhandwerk durch Holzbau Deutschland,
  3. Erstellung und Veröffentlichung der Muster-Meisterprüfungsaufgabe in zwei Bänden für die Meisterprüfung im Zimmererhandwerk,
  4. Unterstützung von Meisterschülern und Meisterschulen.

1. Von Holzbau Deutschland anerkannte Qualifikationen

Holzbau Deutschland hat, ausgehend von den bestehenden Fortbildungen zum Vorarbeiter, Werkpolier, geprüften Polier und Zimmermeister, Kernanforderungen festgelegt, die für eine zusätzliche Anerkennung nachgewiesen werden müssen (siehe hierzu Qualifikationen nach Plan - Offensive Aufstiegsqualifizierung). Ergänzt wurden diese Qualifkationen inzwischen durch den Holzbauplaner, als Qualifikation für Zimmerer, Bauzeichner und Bautechniker mit 5-jähriger Berufserfahrung. Er übernimmt die Arbeitsvorbereitung und Projektsteuerung moderne Holzbauten.

Den Nachweis dieser Kernanforderungen bestätigt Holzbau Deutschland durch die Ausstellung einer Urkunde. Damit wird bescheinigt, dass der Genannte wesentliche Voraussetzungen für eine qualifizierte, erfolgreiche Berufsausübung mitbringt.

2. Anerkennung von Bildungseinrichtungen im Zimmererhandwerk durch Holzbau Deutschland

Die Qualität von Fortbildungsmaßnahmen wird maßgeblich durch die Bildungseinrichtungen geprägt. Zur Realisierung der geforderten Qualitätsstandards hat Holzbau Deutschland ein freiwilliges Anerkennungsverfahren für Bildungseinrichtungen im Zimmererhandwerk eingerichtet. Damit sollen u.a. die Qualität in der Fort- und Weiterbildung im Zimmererhandwerk in Deutschland gesteigert werden und eine höhere Transparenz in den Lehrgangsangeboten und eine bessere Vergleichbarkeit von Bildungsstätten geschaffen werden.

Für das Anerkennungsverfahren durch Holzbau Deutschland für die Anerkennung einer Bildungseinrichtung sind bestimmte Kernanforderungen nachzuweisen.

3. Erstellung und Veröffentlichung der Muster-Meisterprüfungsaugabe in zwei Bänden für die Meisterprüfung im Zimmererhandwerk

Die Qualität von Fortbildungsmaßnahmen wird, neben der Leistungsfähigkeit der
Bildungseinrichtung und den einschlägigen Rahmenlehrplänen, maßgeblich auch von dem Niveau der abzulegenden Prüfungen bestimmt. Holzbau Deutschland hat daher eine Muster-Meisterprüfungsaufgabe in zwei Bänden für die Meisterprüfung im Zimmererhandwerk erstellt. Nachstehende Ziele werden dabei verfolgt:

  • das Niveau von Meisterprüfungen auf der Grundlage des bundeseinheitlichen Rahmenlehrplans zu definieren und
  • Hilfestellung für die Prüfungsausschüsse bei der Erstellung von Prüfungsaufgabenzu leisten.

Die beiden Bände der Muster-Meisterprüfungsaufgabe können bei der Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau mbH (www.fg-holzbau.de) bestellt werden. Die beiden Bände kosten zusammen 59,00 Euro inkl. 7 % Mehrwertsteuer zuzüglich Porto und Verpackung. 

4. Unterstützung von Meisterschülern und Meisterschulen

Holzbau Deutschland unterstützt Meisterschüler in ihrer Fortbildung und Meisterschulen bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe durch einen zeitlich befristeten Zugang zum geschützten Mitgliederbereich. Für die Mitgliedsbetriebe in der Verbandsorganisation von Holzbau Deutschland steht das Informationsportal, die Holzbau Deutschland Infoline, zur Verfügung.

Die Infoline enthält unter anderem Merkblätter und Informationen aus den Bereichen Marketing, Technik und Umwelt, Betriebswirtschaft und Berufsbildung. Dazu gehören auch die Schriftenreihe „Technik im Holzbau“ und die "Fachregeln". Meisterschüler, Lehrer und Dozenten erhalten auf Antrag für die Zeit des Vorbereitungskurses auf die Meisterprüfung Zugang zu diesen Mitgliederinformationen in der Infoline. 

Die Beantragung erfolgt ausschließlich durch die Meisterschule. Der Zugriff auf Schriftenreihe „Technik im Holzbau“ wird ausschließlich den von Holzbau Deutschland anerkannten Bildungseinrichtungen sowie deren Meisterschülern erteilt.