Presseinformation

12.11.2013

Gesucht und gefunden: Deutscher Meister der Zimmerer kommt aus Bayern

Silber geht nach Schleswig-Holstein, Bronze nach Baden-Württemberg

Der 62. Bundesleistungswettbewerb in den Bauberufen, der vom 9. bis 11. November 2013 in Biberach stattgefunden hatte, ist mit der Vergabe der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen beendet worden. Zum 62. Mal sind die Besten der Besten in sieben Gewerken ausgezeichnet worden. Bei den Zimmerern erringt Christian Dietrich (20) aus Ansbach (Bayern) die Goldmedaille. Die Silbermedaille geht an Nick von Allwörden (19) aus Buchholz (Schleswig-Holstein). Bronze be-kommt Sebastian Luib (21) aus Bad Saulgau (Baden-Württemberg).

„Nein, mit der Goldmedaille habe ich nicht gerechnet. Ich wollte versuchen, mein Bestes beim Wettbewerb zu geben. Das hat geklappt“, so der Deutsche Meister Christian Dietrich aus Ans-bach. Der in der Zimmerei Willi Krauss in Leutershausen ausgebildete Zimmerer freute sich sichtlich über seinen Erfolg. Die Freude bei Nick von Allwörden war ebenfalls groß, war er doch zunächst beim dritten Platz aufgerufen worden. Er konnte sich jedoch über Silber freuen. „Es lief einfach gut im Wettbewerb und es hat viel Spaß gemacht!“, erklärte der bei Zimmermeister Mike von Allwörden ausgebildete Geselle. Eine Überraschung war der dritte Platz für Sebastian Luib. „Mir war leider ein Fehler unterlaufen. Daher hätte ich nicht gedacht, dass ich trotzdem noch so gut abschneide!“, so Luib im Anschluss an die Siegerehrung.  Er wurde von Pius Luib Zimmerer- und Schreinerbetrieb ausgebildet. 

Während des dreitägigen Wettbewerbs mussten die Zimmerer ein Zeltdach mit ungleicher Dachneigung sowie mit geneigter Spitzgaube erstellen. Dazu musste geschiftet, gesägt und am Ende das Modell zusammengebaut werden. Die Aufgabe war in drei Module aufgeteilt.

Der Vorsitzende von Holzbau Deutschland, Ullrich Huth, hatte die Deutschen Meisterschaften in Biberach beobachtet und gratulierte den Sieger vor Ort. Die Besten der Deutschen Meisterschaften haben die Chance, in die Zimmerer-Nationalmannschaft von Holzbau Deutschland aufgenommen zu werden.

„Dabei sind alle Gewinner, diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch die-jenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens aus-gebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage dafür ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäfts-führer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht ab-schafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgenden Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU. Die Leistungspartner von Holzbau Deutschland unterstützten den Zimmerer-Wettbewerb.



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