Presseinformation

22.12.2017

Frohe Festtage und die besten Wünsche für 2018

Weihnachtsgruß des Vorsitzenden von Holzbau Deutschland Peter Aicher

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien fröhliche und ruhige Weihnachtstage sowie einen großartigen Start ins neue Jahr 2018. Ich hoffe, Sie alle finden die Zeit, sich einige Tage zu erholen und Kraft und Energie für das Jahr 2018 zu sammeln. Vieles haben wir in diesem Jahr angepackt und auf den Weg gebracht.

Forschung und Entwicklung bleibt eine ganz wichtige strategische Investition für unsere  Zukunft

Daher fördern wir Innovationen, die den Holzbau wettbewerbsfähiger machen. Unsere Arbeitsschwerpunkte lagen und liegen auch weiterhin in der Tragwerksplanung, im Brandschutz, in der Innenraumluft und im Schallschutz. Wir haben die Besetzung der Gremien in der für den Holzbau relevanten Normenarbeit ausgebaut. Damit sorgen wir dafür, dass wir Zimmerer bei der Erarbeitung der Normen und der Standards unser Wissen und unsere praktische Erfahrung einbringen können. Nur so werden Bauteile und Bauweisen entstehen, die für uns in der Praxis einsetzbar sind und die uns wirtschaftlicher bauen lassen. Davon profitieren am Ende unsere Umwelt und die Gesellschaft. Denn jedes aus Holz gebaute Haus dient der Nachhaltigkeit und hilft dem Klimaschutz.

Unsere Bauordnungen berücksichtigen noch immer nicht den aktuellen Stand der Technik des Holzbaus.  Insbesondere im Hinblick auf brandsichere Holzbaukonstruktionen hat sich der Holzbau in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Daher  engagieren wir uns maßgeblich bei „TIMpuls“. Ziel ist es, dass der Holzbau – insbesondere auch im mehrgeschossigen Bau – gleichberechtigt behandelt wird. Wir wollen erreichen, dass sich der Holzbau künftig vermehrt in den Städten etabliert. Damit würden wir für uns neue Märkte erschließen.

Vieles bleibt noch zu tun. Deshalb ist es uns wichtig, bei Forschung und Entwicklung die gesamte Branche einzubeziehen. Es geht darum, Forschungsvorhaben im Holzbau besser zu koordinieren und finanziell besser auszustatten. Deshalb haben wir das Förderformat „Förderpartner Deutscher Holzbau“ initiiert. Engagierte Unternehmen aus der Zulieferindustrie unterstützen uns dabei, Forschungsvorhaben voranzutreiben, um das gesamte Potenzial des Baustoffs nutzen zu können. Forschung und Entwicklung bleibt eine ganz wichtige strategische Investition für unsere  Zukunft.
 
Chancen und Potential des nachhaltigen Bauens für Umwelt und Gesellschaft

Wir setzen uns weiterhin für Klimaschutz und eine Ressourcenwende ein. Wir dürfen den Planeten Erde künftig nicht einfach weiter ausbeuten, ohne auf die nachfolgenden Generationen Rücksicht zu nehmen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, mit Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit diese Herausforderungen zu meistern. Wir machen immer wieder deutlich, dass das Bauen im Bestand, die Nachverdichtung und der mehrgeschossige Wohnungsbau dazu einen wichtigen Beitrag leisten können. Wir wollen den Holzbau hier wirklich voranbringen. Über die gesamte Wertstoffkette betrachtet ist der Holzbau der, der keinen Müll verursacht. Die Gesellschaft ist hier weiter als viele Politiker und nimmt wahr, welche Chancen und welches Potential im nachhaltigen Bauen stecken.

Wir wissen, unsere Kunden erwarten von uns Gebäude nach dem heutigen Stand der Technik und einer entsprechend hohen Qualität. Daher setzen wir uns immer wieder mit Nachdruck gegen Verordnungen und Vorschriften ein, die das Bauen komplizierter machen und es zusätzlich belasten. Wir sichern außerdem Qualität und Standards im Holzbau durch Weiterbildungsmaßnahmen oder Gütesicherung im Holzbau.

Vorteile des Holzbaus kommunizieren

Wir haben uns auch in diesem Jahr wieder dafür eingesetzt, die Vorteile des Holzbaus zu kommunizieren. Im Mai 2017 haben wir auf der Ligna den Deutschen Holzbaupreis vergeben. Unterstützt wurden wir von Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft sowie den Holzbau Deutschland Leistungspartnern. Mit den Holzbau Deutschland Leistungspartnern haben wir außerdem zum zweiten Mal den „Hochschulpreis Holzbau“ durchgeführt, der sich an die Nachwuchsarchitekten richtet. Mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Osnabrück haben wir die Wanderausstellung „HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR – Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz“ auf den Weg gebracht. Sie zeigt Gebäude, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind und so den aktuellen Stand der Technik, das Potential, die universelle Einsetzbarkeit und die Weiterentwicklung des Holzbaus zeigen.

Arbeitssicherheit: Unsere größte Herausforderung

Eine unserer größten Herausforderungen, um die wir uns auch in diesem Jahr wieder intensiv gekümmert haben, ist die Arbeitssicherheit. Spätestens nachdem die meisten von uns bereits den Veranlagungsbescheid für den ab dem 1. Januar 2018 geltenden 3. Gefahrtarif der BG BAU erhalten haben muss uns klar sein, dass wir in unseren Bemühungen um mehr Arbeitssicherheit nicht nachlassen dürfen. Wir arbeiten hart daran, unsere Baustellen sicherer zu machen. Wir tun dies am Runden Tisch „Sichere Bauprozesse im Zimmererhandwerk“.  Holzbauunternehmer zusammen mit Vertretern der Verbände des Holzbaus und der BG BAU haben hier Maßnahmen für Arbeitsplätze erarbeitet, die in der Vergangenheit gar nicht oder nur sehr umständlich zu sichern waren. Diese unter der Initiative „WIR ZIMMERN SICHER“ gebündelten Maßnahmen und Arbeitsmittel werden wir nun erstmals auf der DACH+HOLZ International in Köln live vorstellen.

Wir haben die Aktion "Partner-Check“ gestartet. Sie soll Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sensibilisieren, Gefahren zu erkennen, das Verantwortungsgefühl füreinander fördern sowie sie dazu motivieren, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Denn die Ursache für viele Arbeitsunfälle sind häufig Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Bequemlichkeit.

Es ist die Verantwortung aller maßgeblich am Bau Beteiligten, ein Höchstmaß an Sicherheit auf Baustellen zu gewährleisten. Deshalb haben wir deutlich gemacht, dass es wichtig ist, dass Architekten bereits bei den Ausschreibungen detailliert alle notwendigen Maßnahmen zur Arbeitssicherheit als Leistungsposition aufführen. Nur so ist ein fairer Vergleich möglich, welche Leistungen zur Sicherheit auf der Baustelle erbracht werden.

Danke!

Nun noch ein paar Worte des Dankes. Unsere Zimmerer-Nationalmannschaft ist zu einem wichtigen Sympathieträger des Holzbaus geworden und wirbt als Botschafter für den Holzbau und den Beruf des Zimmerers. Regelmäßig präsentiert sie sich auf Veranstaltungen der Parteien. Sie leisten einen maßgeblichen Anteil an der Nachwuchsförderung im Zimmererhandwerk. Diesmal haben wir es bei den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi nicht auf das Podium geschafft. Die Mannschaft, insbesondere Kevin Hofacker, hat alles gegeben. Am Ende bekommt Kevin die Medallion for Excellence und belegt in einem engen Teilnehmerfeld den 7. Platz. Für diesen Einsatz und das, was die Mannschaft für unseren Beruf leistet, möchte ich mich persönlich, aber auch im Namen des gesamten Vorstands, bei Kevin Hofacker und der übrigen Mannschaft, bei den Trainern und der Teamleitung bedanken.

Ich möchte mich bei der Gelegenheit bei Ihnen - unseren Mitgliedsunternehmen - bedanken, dass Sie sich für den Holzbau in Deutschland einsetzen. Der Holzbau braucht Sie als engagierte Mitglieder. Um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, brauchen wir den Nachwuchs im Ehrenamt. Mir ist es daher ein besonders wichtiges Anliegen, Sie auf Sie auf das Seminar für junge Holzbauunternehmer aufmerksam zu machen, die sich vom 13.04.  bis 14.04.2018 in Freiburg treffen werden. Mein Dank gilt auch den Ehren- und Hauptamtlichen sowie den Förderpartnern Deutscher Holzbau und unseren Holzbau Deutschland Leistungspartnern für ihr Engagement.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für viele von uns war es wirtschaftlich ein erfolgreiches Jahr. Unsere Auftragsbücher sind voll. Die Prognosen für das Jahr 2018 sind sehr gut. Das ist ein gutes Fundament, auf dem wir aufbauen können.

Herzlichst Ihr Peter Aicher

Vorsitzender von Holzbau Deutschland









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