Nachrichten aus dem Bereich Technik und Umwelt

30.07.2015

Forschungsagenda „ForstHolzPapier“ wurde vorgestellt

Sieben strategische Handlungsfelder über Lösungsperspektiven im Hinblick auf den Klimaschutz werden aufgezeigt

Im Juni 2015 wurde in Berlin auf einer Veranstaltung der Plattform Forst & Holz für Parlamentarier des Deutschen Bundestages die Forschungsagenda „ForstHolzPapier“ des forst- und holzbasierten Sektors vorgestellt. Die Deutsche Forschungsagenda wurde in einem mehrmonatigen Beratungs- und Konsultationsprozess mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Koordination und Moderation des Forschungsnetzwerks „Forst-based Sector Technology Platform“ (FTP) Deutschland erarbeitet.

Zu den Unterstützern der Forschungsagenda gehören u. a. Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, das Holzbau Deutschland-Institut, der Deutsche Holzfertigbauverband und Timber Construction Europe.

Die Forschungsagenda informiert in sieben strategischen Handlungsfeldern über Lösungsperspektiven bezüglich der zentralen gesellschaftlichen Zukunftsfragen im Hinblick auf den Klimaschutz, die Energiewende und eine nachhaltige biobasierte Wirtschaft.

„Die Deutsche Forschungsagenda liefert Politik und Wissenschaft eine klare Vorstellung über die Herausforderungen und Forschungsziele des Sektors“, meinte Professor Konstantin von Teuffel, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und Vorsitzender des Steuerungsgremiums der FTP Deutschland einleitend bei der Vorstellung der Agenda.

„Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Holzbauweise in Städten weiter voranzutreiben und damit salonfähig zu machen“, fasste DHWR-Präsident Xaver Haas den derzeit wichtigsten Forschungsschwerpunkt des Dachverbandes zusammen. „Ob bei Klimaschutz, Energiewende oder der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft: Die Branche bietet ein enormes Potenzial zur Lösung aktueller politischer Herausforderungen.“ Um die volle Wirkung des nachwachsenden Rohstoffes entfalten zu können, bedürfe es jedoch weiterer Forschungsanstrengungen insbesondere in den Bereichen Bauen mit Holz, Ressourcen- und Energieeffizienz oder Nutzung von Sekundärrohstoffen.

„Es liegt auf der Hand, dass ein überwiegend klein- und mittelständisch strukturierter Wirtschaftssektor bei gleichzeitig großem Lösungspotenzial in seinen Forschungsanstrengungen nicht allein gelassen werden darf“, stellte Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, fest. Mehr denn je sollte daher auch seitens der Politik die Möglichkeit einer stärkeren öffentlichen Unterstützung durch Ausweitung gezielter Förderprogramme in Betracht gezogen werden.

Die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier steht zum Download zur Verfügung.

Die Plattform Forst & Holz wurde im Mai 2007 vom Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) ins Leben gerufen und vertritt die gesamte Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, rund 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.


Die FTP Deutschland ist ein Netzwerk von Unternehmen, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, das der Forschung und Innovation im Sektor ForstHolzPapier gewidmet ist. Sie vertritt die Interessen des Sektors in forschungspolitischen Diskussionen in Deutschland und bildet die deutsche Unterstützungsgruppe der europäischen Technologieplattform für den forstbasierten Sektor.



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