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Ausgabe 31/2014 v. 18.12.14

Weihnachtsgruß vom Vorsitzenden Peter Aicher

Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland
Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zimmermeisterinnen und Zimmermeister,

ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, ein frohes, besinnliches und gesundes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in ein hoffentlich für Sie erfolgreiches, glückliches und friedvolles Jahr 2015.

Ich möchte diesen Weihnachtsgruß mit einem Rückblick auf die Themen verbinden, die uns in diesem Jahr beschäftigt haben.

Erhalt des Meisterbriefs

Gewerkeübergreifend haben wir uns für den Erhalt des Meisterbriefs als Zugangsvoraussetzung zur Unternehmensgründung eingesetzt. Es wird noch ein harter Kampf mit der EU Kommission. Aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir hier Erfolg haben werden. Denn wir haben gute Argumente und vor allem haben wir zu diesem Thema in Deutschland eine starke Allianz: Der Meisterbrief steht für die Bundesregierung nicht zur Disposition. Dazu haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel klar bekannt. Auch der Bundesrat und alle Fraktionen im Bundestag haben sich für den Erhalt des Meisterbriefs ausgesprochen. Das sind starke und unmissverständliche Signale an Brüssel.

Arbeitsschutz

Seit nunmehr einem Jahr läuft schon unsere Präventionskampagne für ein Mehr an Sicherheit im Holzbau. Wir haben in diesem Jahr viel getan. Die Kampagne hat landesweit viel Beachtung gefunden. Die Herausforderung bleibt aber groß. Die Kampagne soll das Bewusstsein für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz schaffen – und dies nicht nur für die Laufzeit der Kampagne. Gemeinsam stellen wir uns hier unserer Verantwortung für den Holzbau. Wir müssen die Unfallzahlen deutlich senken. Denn es geht um sehr viel: um die Verantwortung und den Schutz unserer Mitarbeiter und um die Kostenbeiträge bei der Berufsgenossenschaft!

Klimaschutz und CO2

Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden und wird auf den verschiedensten Ebenen sehr emotional geführt. Die Aufgabe von Holzbau Deutschland, aber auch der Bauwirtschaft insgesamt, ist es, die richtigen Impulse zu geben und diese Diskussionen konstruktiv zu begleiten. Nur so werden politisch die richtigen Leitplanken gesetzt werden. Es muss immer wieder betont werden: Die klimafreundlichste Energie ist die, die erst gar nicht erzeugt werden muss. Daher sind für uns die Themen „Graue Energie“ und „CO2-Bilanz“ in der Bau- und Energiepolitik so wichtig. Der Holzbau bietet mit seiner energieeffizienten Bauweise schon seit über 20 Jahren Lösungen im Niedrigenergiebereich bis hin zum Passivhaus. Damit leisten wir einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz und tragen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende in Deutschland bei.

Was wird uns das Jahr 2015 bescheren?

Zunächst werden uns die oben genannten Kernthemen auch im kommenden Jahr 2015 begleiten. Hinzu kommen weitere Themen, denen wir uns verstärkt widmen müssen.

Zimmerernachwuchs

Der Fachkräftemangel ist nicht nur für uns mit Sicherheit einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Hier werden wir noch deutlicher herausstellen müssen, was der Beruf des Zimmerers alles bietet: Wir verbinden traditionelles Handwerk mit fortschrittlichem Hightech-Wissen. Der beste Botschafter, den wir hier für unseren Beruf haben, ist unsere Zimmerer-Nationalmannschaft. Nochmals herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team für den Titel der Europameisterschaft in der Einzel- und der Mannschaftswertung in diesem Jahr. Und für die Weltmeisterschaft in Sao Paulo im kommenden Jahr drücken wir Euch schon jetzt die Daumen!

Nachwuchs im Ehrenamt

Wenn wir über Nachwuchs diskutieren, vergessen wir oft, dass auch unser Verband engagierte Mitglieder braucht, die sich für unsere Ziele einsetzen. Wir brauchen diese Unterstützung, damit wir auch in Zukunft ein starkes Sprachrohr für den Holzbau bleiben. Durch ehrenamtliche Mitarbeit hat jeder die Möglichkeit, sich einzumischen und mitzugestalten. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei all den Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bedanken, die sich die Zeit genommen und sich, neben Ihrer Arbeit für Ihr Unternehmen, ehrenamtlich für die Weiterentwicklung des Holzbaus engagiert haben.

Zeitalter des Holzbaus

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mein Vorstandskollege Karl Hoffmeister betont immer wieder: „Wir leben im Zeitalter des Holzbaus. Wir müssen jetzt das Zeitfenster nutzen, um ein tragfähiges Gerüst für die Zukunft zu bauen”. Ich gebe ihm recht: Der Holzbau hat neue Produkte, neue Technologien, neue Möglichkeiten. Er bietet Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme, ob beim Klimaschutz oder bei der städtischen Nachverdichtung. Diese Chancen und Möglichkeiten deutlich zu machen, ist eine große Herausforderung für die Holzbaubranche. Wir nehmen diese Herausforderung an. Der Vorstand von Holzbau Deutschland, aber auch die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen sowie alle hauptamtlichen Mitarbeiter werden sich auch im neuen Jahr mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung des Holzbaus einsetzen.

Ich wünsche jedem Einzelnen von Ihnen für das kommende Jahr viel Kraft und Mut für die Umsetzung Ihrer Pläne und Projekte.

Herzlichst Ihr Peter Aicher

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