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Ausgabe 30/2010 v. 09.12.10

Überarbeitete Merkblätter zur Kennzeichnung und Klassifizierung von Nadelschnittholz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zimmermeister,

im Rahmen der Ausschreibung und bei der Bestellung sowie beim Einbau und der Begutachtung von Nadelschnittholz gibt es immer wieder umfangreichen Informationsbedarf, wie die offiziellen Regelungen für die Sortierklassen, die Festigkeitsklassen und die Kennzeichnung sind. 

Aus diesem Grund hat das Holzbau Deutschland Institut die vorhandenen Merkblätter zu diesem Themenkomplex überarbeitet und in neuer Fassung in die Infoline eingestellt. Den Zugang zur Infoline erhalten Sie wie gewohnt über Ihren Landesverband.

Davon betroffen sind die folgenden Merkblatter:

  • „DIN 4074 – visuelle Sortierung von Holz nach der Tragfähigkeit“,
  • „CE-Kennzeichnung“ und
  • "Begriffe und Klassifizierungen für den Holzbau“

Außerdem steht eine neue allgemein zugängliche Fachinformation mit dem Titel „Nadelschnittholz – Kennzeichnung und Klassifizierung“ für Planer auf www.holzbau-deutschland.de zur Verfügung. 

Weitere Informationen

Die Koexistenzphase von Ü-Zeichen und CE-Zeichen wurde über das ursprünglich geplante Datum verlängert. Daher wurden auch die Angaben in den Merkblättern „CE-Kennzeichnung im Holzbau“ und „DIN 4074“ geändert.

 Für die Sortierung von Nadelschnittholz gilt bis 31.08.2012 weiterhin die bisher geltende Kennzeichnung mit Ü-Zeichen. Dies bedeutet, dass Nadelschnittholz für tragende Zwecke nach DIN 4074:2003
in die Klassen S 7, S 10 oder S 13 sortiert und dauerhaft mit dem Ü-Zeichen gekennzeichnet werden muss. Neben dem Ü-Zeichen kann Bauholz mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden. Bis spätestens 31.08.2012 wird in allen Bundesländern die CE-Kennzeichnung eingeführt sein und in der Folge die Ü-Zeichen Regelung zurückgezogen werden. 

Maßgebende Regel für die CE-Kennzeichnung von Bauholz ist die DIN EN 14081. Deren Umsetzung auf nationaler Ebene durch die DIN 4074 in der aktualisierten Ausgabe von Dezember 2008 erfolgt.

Für die Verwendung von Bauholz für Konstruktionen gemäß DIN 1052 ergeben sich aktuell zwei Möglichkeiten. Zum einen gilt deutschlandweit die bisher geltende Regelung für Bauholz mit Ü-Zeichen gemäß DIN 4074 Ausgabe 2003. Danach werden den Sortierklassen in der DIN 1052 direkt Festigkeitsklassen und entsprechende Kennwerte zugeordnet. Auf der anderen Seite ist es bereits in fast allen Bundesländern (Ausnahmen sind Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein) möglich, CE-gekennzeichnet Holz einzusetzen. In diesem Fall erfolgt die Zuordnung von Sortierklassen zu Festigkeitsklassen mit der DIN EN 1912. Außerdem sind in diesem Fall die Regelungen der Anwendungsnorm DIN EN 20000-5 ergänzend zur DIN 1052 zu berücksichtigen. 

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