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Ausgabe 17/2015 v. 21.08.15

Glückwunsch unserem Zimmerer Weltmeister Simon Rehm<br /><br />

Zimmerer Simon Rehm (mi) mit Experte Roland Bernardi (re) und Trainer Michael Rieger
Zimmerer Simon Rehm (mi) mit Experte Roland Bernardi (re) und Trainer Michael Rieger

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zimmermeisterinnen und Zimmermeister,

Der 22jährige Zimmerer Simon Rehm aus dem bayerischen Weinsfeld bei Hilpoltstein holte gemeinsam mit dem Teilnehmer aus Südkorea die Goldmedaille bei  den WorldSkills 2016 in Sao Paulo. Als erster deutscher Zimmerer hat Simon Rehm nach der Europameisterschaft im vergangenen Jahr den zweiten wichtigen internationalen Titel in Folge geholt. Als bester deutscher Teilnehmer erhielt Simon Rehm darüber hinaus noch die Auszeichnung „Best of Nation“. Die Silbermedaille wurde nicht vergeben. Dafür erhielten drei Teilnehmer die Bronzemedaille: Thorbjørn Stryger aus Dänemark, David Rottensteiner aus Südtirol/Italien und Axel Mellerin aus Frankreich.

10.000 Zuschauer aus 59 Ländern und Regionen feierten bei der Siegerehrung am 17. August in der vollbesetzten Arena des Ibirapuera Gymnasiums in Sao Paulo die Teilnehmer und Sieger der WM der Berufe.

Auch hier in Deutschland hat drei Tage danach die Begeisterung über die Goldmedaille der Zimmerer nicht nachgelassen. Der Vorsitzende von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Peter Aicher, gratulierte im Namen von Holzbau Deutschland und allen Zimmerern in Deutschland dem Welt- und Europameister Simon Rehm ganz herzlich zum Weltmeistertitel. In einem persönlichen Schreiben an Simon Rehm schrieb Peter Aicher: „All Ihre Anstrengungen und Ihr persönlicher Einsatz haben sich gelohnt. Diesen Titel haben Sie sich redlich verdient. Mit dem Weltmeistertitel haben Sie nun, nach der Europameisterschaft im vergangenen Jahr, den zweiten wichtigen internationalen Titel in Folge geholt. Das hat bisher noch kein deutscher Zimmerer geschafft. Ihre Erfolge sind ein wichtiger Beitrag, unseren Beruf des Zimmerers in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und dem Holzbau weiteres Ansehen zu veschaffen.“

Simon Rehm kommt aus einer Zimmerer-Familie mit WorldSkills-Erfahrungen. Sein Onkel nahm an den WorldSkills 1979 in Irland teil. Er ist als Geselle in der Zimmerei und Sägewerk Rehm in Weinsfeld tätig und beginnt im September 2015 mit seiner Ausbildung zum Zimmermeister und Bautechniker.

Dank an Teamleiter, Trainer und Leistungspartner

„Mit der Goldmedaille setzt die Zimmerer-Nationalmannschaft ihre Erfolgsgeschichte der letzten Jahre bei internationalen Berufswettbewerben fort. Dank der Unterstützung durch die Leistungspartner kann die Zimmerer-Nationalmannschaft nachhaltig internationale Erfolge erreichen“, so Peter Aicher zum WM-Ergebnis. „Die Goldmedaille ist in erster Linie das Ergebnis der herausragenden Leistung Simon Rehms, der Zimmerer-Nationalmannschaft, der Teamleiter Roland Bernardi und Andreas Großhardt sowie der Trainer Michael Rieger und Jens Volkmann. Sie ist aber auch das Ergebnis der hervorragenden Unterstützung durch die Holzbau Deutschland Leistungspartner. Nur durch diese gemeinsamen Anstrengungen kann sich die Zimmerer-Nationalmannschaft so intensiv auf die internationalen Berufswettbewerbe vorbereiten.“

Harte internationale Konkurrenz und anspruchsvolle Aufgabe

Auf Weltmeisterschaften der Berufe erleben hunderttausende von Zuschauern voller Begeisterung lebendige und packende Wettkämpfe. Junge Menschen präsentieren dabei ihre beruflichen Disziplinen und wetteifern mit den besten Talenten der Welt um den Weltmeistertitel. Simon Rehm musste sich in dem viertägigen Wettbewerb mit einer harten internationalen Konkurrenz messen. Die zu lösende Aufgabe war durchaus anspruchsvoll. Sie bestand aus drei Modulen: Im ersten Modul musste er einen trapezförmigen Freisitz aus Holz bauen. Auf diesen wurde im zweiten Modul ein Walmdach mit geneigtem First aufgesetzt. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass First und Traufen mit Klauen angeschlossen wurden. Im dritten Modul wurde dann eine komplizierte Spitzgaube auf die zentrale Walmdachfläche aufgesetzt.

„Hier sind anspruchsvolle Schiftkenntnisse notwendig, um die Verbindungen berechnen zu können.” So die Einschätzung des deutschen Experten, Roland Bernardi. „Die besondere Herausforderung bestand darin, über vier Wettbewerbstage hinweg mit extrem hoher Genauigkeit zu arbeiten. Die Maße dürfen maximale Abweichungen von plus minus 0,5 mm haben.“

Erfolgreiches Nationalteam des deutschen Baugewerbes

Simon Rehm gehört zur Zimmerer-Nationalmannschaft, die von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes getragen und von den Holzbau Deutschland Leistungspartnern unterstützt wird. Die Zimmerer Nationalmannschaft gehört dem Nationalteam des deutschen Baugewerbes an.Das Nationalteam des deutschen Baugewerbes, das in fünf Wettbewerben angetreten war, schnitt mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen äußerst erfolgreich ab. Neben Gold an Simon Rehm gingen an Lukas Prell (21), Stuckateurmeister aus Aldenhoven in Nordrhein-Westfalen sowie die beiden Betonbauer Dennis Behrens (20) aus Scheeßel in Niedersachsen und Pascal Gottfried (21) aus Rattelsdorf in Bayern jeweils Silber.

Weitere Informationen auf
www.zimmerer-nationalmannschaft.de und auf www.facebook.com/ZimmererNationalmannschaft

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