Hervorragender Start für die neue Messe DACH+HOLZ International

Mit 48.300 Fachbesuchern und 554 Ausstellern aus 23 Ländern auf 70.000 qm Ausstellungsfläche konnte die neue Messe DACH+HOLZ International Anfang März 2008 auf eine erfolgreiche und gelungene Premiere zurückschauen. Als gemeinsamer Branchentreffpunkt des Zimmerer- und des Dachdeckerhandwerks fand die Fachmesse erstmals in dieser Konstellation auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart statt.


Klimaschutz und Handwerk sind natürliche Partner


Der Umwelt- und Klimaschutz stand im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung der DACH+HOLZ International in Stuttgart. Tanja Gönner, Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, bezeichnete das Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk und den Umweltschutz als „natürliche Bündnispartner“ und würdigte den Beitrag des Handwerks. „Die Begriffe Umwelt- und Klimaschutz werden erst durch Sie und Ihr Handwerk, durch Ihre Beratung vor Ort und Ihr Können mit Leben gefüllt.“ Sie stellte die Bemühungen und Angebote des Landes Baden-Württemberg vor und richtete eine Bitte an das Handwerk. „Bitte unterstützen Sie mit kompetenter Beratung unsere Bemühungen, unsere Bürgerinnen und Bürger von den Angeboten zu überzeugen und so den Klimaschutz zu fördern. Oft ist der ausführende Handwerker auch gleichzeitig der erste Berater eines modernisierungswilligen Hauseigentümers. Ich setze darauf, dass Sie entsprechende Überzeugungsarbeit leisten. Denn neben Erfolgen für Klimaschutz und Ressourcenschonung geht es auch und unmittelbar um Arbeitsplätze.“

Bevor Gönner die Messe offiziell eröffnete, appellierte sie munter an das Handwerk: „Liebe Dachdecker- und Zimmermeister: Steigen Sie den Menschen im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes und im Interesse gut isolierter Häuser aufs „Dach“! Lehnen Sie sich dabei „weit aus dem Fenster“. Was Ihren Handwerkszweig betrifft, sind Sie damit auf einem guten Weg – der „Holzweg“ ist dabei goldrichtig!“

Auch BDZ-Vorsitzender Ullrich Huth war bei seiner Begrüßung auf den Klimaschutz eingegangen: “Bauen mit Holz hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch unter Klimaaspekten eine große Zukunft.“ Holz sei ein nachwachsender und CO2-neutraler Baustoff, der inzwischen eine hohe Akzeptanz beim Bauherren habe. Außerdem forderte Huth einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Bauleistungen für private Bauherren. Dadurch würden mehr Hauseigentümer zur Modernisierung bewegt werden. „Das Vorbild Frankreich zeigt, dass dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden und die Schwarzarbeit zurückgeht. Außerdem kommt es unserem Klima zugute, wenn durch Modernisierungsmaßnahmen der Energieverbrauch zurückgeht.“

Aussteller und Fachbesucher zeigten sich hochzufrieden


Zum Ende der viertägigen Fachmesse gab es von Ausstellern und Fachbesuchern viel Lob zum Verlauf und zum wirtschaftlichen Erfolg der Fachmesse. Immer wieder hervorgehoben wurde an den Ausstellerständen die hohe „Qualität der Fachbesucher“. Laut Messeumfrage lag deren Anteil bei insgesamt 96 Prozent. Als Fachbesucher waren in erster Linie Zimmerer, Dachdecker, Bauklempner, Architekten, Planer und Ingenieure auf der DACH+HOLZ International unterwegs.
Ullrich Huth zeigte sich zum Abschluss der Messe hochzufrieden. Die Messe als neuer, innovativer Branchentreffpunkt sei von allen Gewerken angenommen worden, die sich neben dem Holzbau und Ausbau mit der Gebäudehülle beschäftigen. „Das große und umfassende Thema auf der Messe war die energetische Modernisierung. Jetzt müssen wir als Zimmerer unseren Bauherren den umfassenden Nutzen der Modernisierung aufzeigen, um so unseren Markt von Morgen zu erobern.“