Reden

25.02.2010

Ein Zeichen für den Holzbau

Köln, Großer Zimmererklatsch anlässlich der DACH+HOLZ International auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom

Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, dankt allen Zimmerern, dass sie so zahlreich unserem Aufruf nach Köln gefolgt sind. Nur so können wir als Zimmererhandwerk eindrucksvoll zeigen, wer den Holzbau in Deutschland macht: nämlich wir Zimmerer!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen und Kolleginnen,
liebe Zimmerleute aus ganz Deutschland, wenn ich von der Bühne herunter schaue, kann ich nur sagen: Köln sieht schwarz!
Ich freue mich im Namen von Holzbau Deutschland, dass Sie alle so zahlreich unserem Aufruf nach Köln gefolgt sind. Nur so können wir als Zimmererhandwerk eindrucksvoll zeigen, wer den Holzbau in Deutschland macht: nämlich wir Zimmerer!

Unser Handwerk steht seit langem für eine enge Verbindung von Innovation und Tradition. Die Zeiten, wo wir in Kluft mit dem Balken über die Schulter zum Kunden gekommen sind, sind lange, lange vorbei.
Heute kommen wir mit hochentwickelten und standardisierten Holzprodukten und Fertigteilen. Wir fertigen in der Werkstatt vor und montieren vor Ort auf der Baustelle hochwertige Gebäude mit bis zu sieben Geschossen. Und ich bin sicher, dass es noch mehr Geschosse in der Zukunft sein werden, denn der Holzbau kann im verdichteten Raum punkten.
Liebe Kollegen, wir haben es verstanden, unsere Verarbeitungstechnik weiter zu entwickeln, wir haben dabei die traditionelle Stärke des Holzbaus mit seiner Flexibilität und Variabilität beibehalten. Wir Zimmerer profitieren von der Entwicklung und der Leistungsfähigkeit unseres Berufsstandes. Unser Tätigkeitsspektrum ist immer breiter geworden. Wir sind im Bereich der Sanierung und Modernisierung genauso zuhause wie im Neubau.
Meine Damen und Herren, liebe Kollegen,
aber was aus der Vergangenheit geblieben ist, ist die Kluft. Sie gehört zum Zimmererhandwerk dazu und wir tragen sie mit Stolz. Wir tragen die Kluft, weil wir zeigen wollen, wer wir sind. Das fängt beim gestandenen Zimmermeister an und geht bis zu unserem Nachwuchs. Auch unsere Lehrlinge im ersten Lehrjahr tragen schon mit Stolz und Selbstverständnis die Kluft.
Ähnlich verhält es sich mit dem Zimmererklatsch, der seit dem Mittelalter bei geselligen wie feierlichen Anlässen gemacht wird, wie beispielsweise einer Meisterprüfungsfeier.
Liebe Zimmerer,
das Zimmererhandwerk hat immer schon aus der Geschichte gelernt und will die Zukunft nachhaltig gestalten. Unser Baustoff Holz gibt uns hier eine Steilvorlage. Damit Holz entstehen kann, braucht es Luft, Wasser und Sonne. Jeder Baum in unseren Wäldern entzieht der Atmosphäre während des Wachstums große Mengen des Treibhausgases Co² und speichert es in Form von unschädlichem Kohlenstoff. Die Nutzung als Baustoff verlängert diese Speicherfunktion.
Holzbauten sind ein wichtiger Beitrag zur Senkung des klimaschädlichen Treibhausgases CO². Wenn wir unseren heimischen, nachwachsenden und klimafreundlichen Baustoff zu einem Holzhaus verbauen, leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz.
Daher muss es unser Ziel sein – im Interesse der Umwelt und des Klimaschutzes –, mehr mit Holz zu bauen und die Holzbauquote zu erhöhen.
Damit das gelingen kann, wollen wir heute mit dem größten Zimmererklatsch in diesem Jahrtausend auf uns und den Holzbau aufmerksam machen.
Meine Damen und Herren,
Holz ist als Baustoff allem gewachsen!
Und der Holzbau ist es mit seiner Flexibilität und Attraktivität auch.
Liebe Kollegen,
wenn wir daran glauben und es Tag für Tag beim Holzbau zeigen, dann haben wir auf der Basis von Innovation und Tradition eine große Zukunft.
Zimmermeister, Gesellen und Lehrlinge, zum Abschluss möchte ich im Namen von Holzbau Deutschland Danke sagen!
Bei der Stadt Köln, dass wir hier auf dem Roncalliplatz sein dürfen.
Beim Hohen Dom zu Köln, dass wir einen Gottesdienst feiern konnten. Namentlich bedanke ich mich
- bei Domprobst Dr. Norbert Feldhoff,
- bei Domvikar Michael Kahle und
- bei Generalpräses Monsignore Axel Werner, der den Gottesdienst gelesen hat.
Sie haben unserer Aktionsveranstaltung für den Holzbau einen ehrwürdigen Rahmen gegeben.
Ein Dank geht an die Leistungspartner von Holzbau Deutschland, die uns bei der Verwirklichung dieser Aktionsveranstaltung unterstützt haben
und ebenfalls sehr umfangreich in ihren Medien auf die Aktion aufmerksam gemacht haben.
Einen weiteren großen Dank richte ich an die Firma Ford,
die uns einen Ford Transit Kastenwagen City Light zur Verfügung stellt und das Mitmachen am heutigen Tage in Kluft sehr attraktiv gemacht hat.
Meine Damen und Herren, liebe Kollegen aus dem Zimmererhandwerk aus ganz Deutschland,
ich danke Barthel Schmitz, unserem Zimmermeisterkollegen aus Köln,
der uns mit Rat und Tat in den letzten Monaten zur Seite stand und auch seit heute früh hier aktiv zum Gelingen beigetragen hat.
Und ich danke Ihnen allen, dass Sie gekommen sind und gleich beim großen abschließenden Zimmererklatsch mitmachen.
Meine Damen und Herren, liebe Kollegen, auf den Holzbau in Deutschland!



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